18/08/2025

Scheitern ist keine Option: Deutschlands Verwaltungsdigitalisierung braucht endlich ein Fundament!

Große Versprechen, dünnes Fundament? Nach einem Termin im Digitalministerium am 21.Juli 2025 schlagen Experten Alarm: Die Digitalisierung in Deutschland drohe erneut zu scheitern. Nach den ersten 100 Tagen wächst die Kritik am neu gegründeten Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung (BMDS) von Karsten Wildberger (CDU). So lautet der Bericht von FOCUS Redakteur Werner Leon.

Auszug aus FOCUS+ : https://www.focusplus.de/politik/kritik-an-strategie-digitalisierung-verwaltung-in-gefahr-4154

In einer 22-seitigen Präsentation (siehe Download) erklärte die Gruppe dem Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Jarzombek (CDU), warum es einheitliche Schnittstellenstandards und klare Verantwortlichkeiten über alle Ebenen hinweg benötige, um Deutschland zu digitalisieren. Nach dem Treffen kritisiert die Führungskoalition nun „fehlendes Problembewusstsein“ im Ministerium und warnt vor einem erneuten Fehlschlag beim Onlinezugangsgesetz (OZG) 2.0 sowie der Registermodernisierung. Die erste Fassung des OZG war mit dem Ziel, alle Verwaltungsdienstleistungen bis 2022 zu digitalisieren, gescheitert. „Ohne eine durchdachte Gesamtarchitektur wird das Gleiche mit der Registermodernisierung und dem OZG 2.0 passieren“, sagt Franz Eduard Gruber, Digitalunternehmer und Gründer der Führungskoalition, dem FOCUS. Doch statt diese grundlegenden Themen anzugehen, setze das Ministerium falsche Prioritäten. „Das Digitalministerium träumt von Quick Wins, Use Cases und KI – aber das ist nur Buzzword-Ebene“, kritisiert Gruber. „Jedes Hochhaus braucht erst mal ein gutes Fundament.“ Bevor wir konkret über Use-Cases, Quick Wins und KI  sprechen, ist aus unserer Sicht eine gemeinsame Verständigung auf ein grundlegendes Zielbild der Gesamtarchitektur für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung zwingend erforderlich. Verwaltungsvorschriften und Gesetze müssen geändert werden und der organisatorische Wildwuchs (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4d/220320-wimmelbild-monitor-digitale-verwaltung-data.jpg) beseitigt werden. Bevor wir konkret über Use-Cases, Quick Wins und KI  sprechen, ist aus unserer Sicht eine gemeinsame Verständigung auf ein grundlegendes Zielbild der Gesamtarchitektur für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung zwingend erforderlich. Es gilt zu vermeiden, dass der technologische Wildwuchs und System und systematische Fehlentwicklungen der Vergangenheit, bestehend aus einer Unmenge heterogener und nicht interoperabler Verfahren, sich in einer Vielzahl unterschiedlicher (KI)-Applikationen wiederfindet. Die neutralen gesamtarchitektonischen Vorstellungen finden Sie in der beigefügten Präsentation. Insofern ist es von zentraler Bedeutung, dass Investitionen in die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung auf einer einheitlichen technologischen Grundlage erfolgen, welche eine schnelle Realisierung von (KI-basierten) Use-Cases mit unmittelbarer (Außen-)Wirkung, mit den notwendigen, zeitlich im Verlauf erfolgender Modernisierungen der dezentralen Register in Einklang bringen kann. Es braucht eine zentrale und einheitliche bundesweite Technologie-Plattform-Lösung  souverän in der Cloud betrieben, die folgende wichtige Beiträge leisten kann:

  • Zentral bereitgestellte Services (z.Bsp. digitalen Identitäten) und eine dezentrale Service-Entwicklung auf einem technologischen Plattformstandard
  • Einen Daten- und Prozessintegrationslayer zur Integration der Verfahrenslandschaften in den Behörden und der Vernetzung der dezentralen Register – auch über föderale Grenzen hinweg
  • Einer strukturierten zur Verfügungstellung relevanter Daten, u.a. zur Erstellung relevanter KI-Agenten  
  • Einer souveränen Betriebsumgebung für den Betrieb neuer Verfahren und der Modernisierung der Altanwendungen

Download. Lösungsvorschläge für die erfolgreiche Digitalisierung der Verwaltung.

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